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Zwei Jäger sind im Wald, plötzlich bricht einer von beiden zusammen - kein Lebenszeichen. Der andere Jäger holt sofort sein Handy raus und ruft bei der Notrufzentrale an. Schockiert stammelt er: "Mein Freund ist tot, was soll ich machen?!?" Der Mann am anderen Ende sagt ruhig: "Beruhigen Sie sich, ich kann Ihnen helfen. Stellen Sie zuerst sicher, dass er wirklich tot ist." Stille, der Mann am anderen Ende hört einen Schuss. Dann antwortet der Jäger: "Ok, und jetzt?!"

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"Schneetreiben"
#1
Ich stelle hier mal die Kurzgeschichte rein, die man auch auf meiner Homepage lesen kann, ich würde gerne eure Meinung dazu hören:
Zitat:
Schneetreiben
Ich lief durch die Straßen. Der kalte Wind blies in meine Jacke und fuhr in mein Gesicht. Ich wollte eine Besorgung machen und danach schnellstens nach Hause. Der Himmel war düster, Schneeflocken fielen auf die nasse Straße. Die Leute hasteten an mir vorbei. Mein Blick wanderte den Gehweg entlang und blieb an einer Gestalt hängen. Sie saß ganz in der Nähe des Supermarkts auf dem Bürgersteig. Allein. Ich kam näher heran. Die Gestalt trug trotz der Kälte nur einen alten Pullover und eine Hose, die an mehreren Stellen aufgerissen war. Erst hielt ich die Gestalt für einen Mann, dann bemerkte ich, dass es ein Mädchen war, kaum älter als Fünfzehn. Ihr verfilztes, schmutziges Haar zog sich in dunklen Strähnen über ihre Schultern. Langsam ging ich an ihr vorüber und erblickte die Narben in ihrem Gesicht. Ich zuckte zusammen und ging schnell weiter. Ich widerstand der Versuchung mich umzudrehen und ging schnell in den Laden. Drinnen konnte ich meine Gedanken an das Mädchen einfach nicht verdrängen. Meine Phantasie machte sich selbstständig. Die Narben des Mädchens verschwanden und sie hob den Kopf. Dunkle, grüne Augen mit braunen Sprenkeln, die mehr gesehen hatten, als sie sehen wollten, richteten ihren Blick auf mich. Ich versetzte mich in die Lage des Mädchens. In ihrem dünnen Pullover musste sie entsetzlich frieren. Was sie wohl heute Nacht machte? Sie sah nicht so aus, als ob sie einen Platz zum Schlafen besaß. Obdachlos. Das Wort jagte durch meinen Kopf wie ein Gespenst. Ich griff ins Regal und zog die Zeitschrift, die ich kaufen wollte, hervor. Da hatte ich eine Idee. Ich kaufte zwei Schachteln Kekse und erstand an einem alten Automaten einen heißen Kaffee in einem Plastikbecher. Damit ausgestattet trat ich aus dem Laden in die Kälte. Ich kniff die Augen zusammen und lief durch das Schneetreiben. Da vorne hatte sie gesessen. Ich stutzte. Als ich näher kam, sah ich nur den Gehweg. Das Mädchen war verschwunden.

Lennart Sauter
[Bild: zaiendosig.php]
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#2
Mir gefällt die Geschichte sehr gut, man kann sich das Mädchen richtig vorstellen. Schön beschrieben. Smile
Sie regt auch schön zum nachdenken an...

Ich würde mich über noch ein paar Geschichten freuen, vielleicht auch noch mehr von "The dark Galaxy"? Rolleyes
I'm sorry, Dave. I'm afraid I can't do that.
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#3
Mh ich denk die ganze Zeit nach was die Moral der Geschichte sein könnte, verzweifle aber dabei, da ich alles was mir einfällt im nächsten Gedankengang widerlege...

Aufjedenfall eine schöne Geschichte die nachdenklich macht.
Alle Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Belustigung.
[Bild: sysp-94196.gif]
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#4
Hmm, eine Moral hatte ich auch nicht im Sinn Smile
Es ist schön, dass sie nachdenklich macht,d as soll die Kurzgeschichte nämlich.
@Patrick: Wegen TDG muss ich nochmal gucken...
[Bild: zaiendosig.php]
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#5
Kannte die Geschichte schon, fand sie sehr bewegend.
Weiter so Wink
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#6
Das hört sich sehr interessant an. Wahrscheinlich regt es echt zum nachdenken an und ist total spannend zu lesen Smile Einfach unglaublich schön geschrieben Smile
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